Methodik

So machen wir aus möglichen Zukünften konkretes Handeln.

Eine Person geht in den Nebel über grünen Hügeln

Sicher ist:
Die Zukunft wird anders sein als heute

Für die meisten Unternehmen ist der Umgang mit der Zukunft kein Wissensproblem. Trendreports und Risikoradare liegen auf dem Tisch. Was fehlt, ist die Übersetzung von möglichen Zukünften in den Alltag, und der Mut und die Klarheit, danach zu handeln.

Auch Nokia und VW fehlte es nicht an Informationen. Nokia verpasste den Wandel zum Smartphone und verschwand beinahe vom Markt. VW unterschätzte die Elektromobilität zu lange und steckt heute in der Krise. Was fehlte, war Offenheit und mutiges Handeln.

Unser Leitgedanke

Wir verstehen Unternehmerisch Handeln unter echter Unsicherheit, nicht nur kalkulierbare Risiken eingehen. Das unterscheidet unternehmerisches Handeln vom bloßen Verwalten. Zukunft Die Zukunft existiert noch nicht, man kann sie sich nur vorstellen. Sie ist alles, was weder Gegenwart noch Vergangenheit ist, und damit der einzige Teil der Zeit, den wir noch beeinflussen können.Mut Das tun, was man für richtig hält, trotz Unsicherheit und möglicher Nachteile. Nicht Furchtlosigkeit, sondern Handeln trotz Angst. als die Fähigkeit und Bereitschaft, sich systemisch mit möglichen Zukünften auseinanderzusetzen und trotz Unsicherheit auf ein zukunftsgerichtetes Ziel hin zu handeln.

Quellen der Definition

Nach Riel Miller (2018), Rate, Clarke, Lindsay & Sternberg (2007), Frank Knight (1921) und Saras Sarasvathy (2001).

Expertisen

drei Kompetenzfelder, die wir in jedes Projekt einbringen

Zukunftsdenken das Orientierung gibt

Über unsere Netzwerke haben wir ein gutes Gespür für ein Spektrum an Zukunftsszenarien aus Wissenschaft, Politik, Wirtschaft, Umwelt und Technologie. Wir nehmen Signale des Wandels und Trends auf und entwickeln Zukunftsfragen. Was entsteht gerade, und was könnte daraus werden?

Unternehmerische Expertise die erdet

Wir denken unternehmerisch, entwickeln Strategien, lesen Bilanzen und wissen, was es heißt, ein Unternehmen zu führen. Wir bringen Hands-on-Mentalität mit und bleiben pragmatisch nah am Tagesgeschäft.

Moderation die Menschen mitnimmt

Zukunft ist ein Bild in unseren Köpfen. Darum gelingt ein Kurswechsel nur mit Menschen, die mitgenommen werden. Wir haben ein feines Gespür für soziale Dynamiken in Unternehmen und wissen, wie wir euer Team begeistern, einbinden und aktivieren.

Unsere Werkzeuge

Die Karte

Der Blick nach außen: euer Umfeld

Eine Karte eures sich wandelnden Umfelds. Gemeinsam wählen wir die Entwicklungen aus, die für euer Unternehmen relevant sind, etwa veränderte Kundenerwartungen, neue Technologien, Regulierung oder Ressourcenknappheit. Die Karte zeigt die Landschaft, die sich um euch herum formt.

Das Schiff

Der Blick nach innen: euer Unternehmen

Ein Bild eures Unternehmens: Bauweise, Crew, Tempo, Ressourcen an Bord. Eine Richtung ist nur so gut wie eure Fähigkeit, sie auch zu segeln. Wer sein Schiff kennt, weiß, wie viel es tragen kann und wie schnell.

Der Kompass

Der Blick nach vorn: die Richtung

Ein Kompass, der Orientierung gibt und den Kurs setzt. Kein Plan, der fünf Jahre in der Schublade liegt, sondern ein Instrument, das ihr zur Hand nehmt, wann immer sich etwas verschiebt. Er zeigt, wohin ihr wollt, was als Nächstes zu tun ist und ob ihr noch auf Kurs seid.

Unsere Werkzeuge

In unseren Projekten schauen wir nach außen, nach innen und nach vorn.

Die KarteDie Veränderungen in eurer Umwelt und was sie konkret für euer Tagesgeschäft bedeuten.
Das SchiffWas euer Unternehmen realistisch leisten kann und wo es Stärkung braucht.
Der KompassEure klare Richtung und die nächsten Schritte dorthin.
Zwei Teilnehmerinnen lesen lachend ihre Workshop-Karten in einem Museum

Wir zeigen euch, wie es geht.

Dann navigiert ihr selbst.

Theoretischer Hintergrund

das Kleingedruckte, für alle, die es genau wissen wollen

Etwa alle drei Sekunden denken wir an die Zukunft und treffen Annahmen darüber, wie sich die Dinge verändern werden. Diese Annahmen lenken unser Handeln im Hier und Jetzt. Obwohl es sich dabei nicht um belegte Fakten handelt, vertrauen wir ihnen fast blind. Bis alles anders kommt als gedacht.

Das Wetter checken, einen Produktlaunch planen, die Prognosen fürs nächste Jahr aufstellen, das nächste Meeting im Kalender: Das alles ist Zukunftsdenken, nur meist unbewusst und unstrukturiert.

Die Kognitionswissenschaft geht noch weiter: Laut dem Philosophen Andy Clark sagt unser Gehirn ständig voraus, was als Nächstes passiert. Wir nehmen vor allem wahr, was wir erwarten, und übersehen leicht, was nicht ins Bild passt.

Das wäre an sich kein Problem, wäre die Zukunft nicht so mächtig. Der Systemtheoretiker Robert Rosen zeigt in seiner Theorie der Antizipation: Unsere Annahmen über das Kommende beeinflussen Entscheidungen und Handeln heute stark, obwohl sie reine Gedankenkonstrukte sind.

Hinzu kommt: Viele Zukunftsbilder, die uns umgeben, ähneln sich erstaunlich. Viel Grün, Glasbauten, viel Technik. Oft prägen wenige laute Stimmen, was wir uns unter Zukunft vorstellen. Wer diese Bilder ungeprüft übernimmt, denkt in den Grenzen anderer. Wer eigene entwickelt, gewinnt Spielraum.

Denn die Zukunft ist noch nicht geschrieben. Sie ist ständig in Bewegung, nie ganz vorhersehbar, eher ein Möglichkeitsraum als ein fixer Punkt. Das Modell des Future Cone zeigt das: mögliche, wahrscheinliche, wünschenswerte und alternative Zukünfte nebeneinander. Wie weit sich dieser Raum öffnet, hängt an unserer Vorstellungskraft, als Menschen und als Unternehmen.

Genau hier setzt ORA an. Annahmen sichtbar zu machen ist der erste Schritt. Riel Miller beschreibt mit Futures Literacy die Fähigkeit, Zukunft bewusst als Werkzeug zu nutzen: Annahmen erkennen, erweitern und daraus neue Fragen an die Gegenwart stellen. Doch Erkenntnis allein verändert noch kein Unternehmen.

Der Ökonom Frank Knight unterschied schon 1921 zwischen Risiko, das sich berechnen lässt, und echter Ungewissheit, die sich jeder Berechnung entzieht. Für Letztere braucht es eine andere Logik. Saras Sarasvathy hat sie bei erfahrenen Unternehmer:innen beobachtet und Effectuation genannt: Sie starten mit dem, was sie haben, wissen und kennen. Und sie lassen die Richtung im Tun entstehen.

Bleibt der Mensch. Eine Studie des University College London zeigt: Unser Stress steigt mit der Ungewissheit. Am meisten belastet uns nicht das Unangenehme selbst, sondern nicht zu wissen, ob es kommt. Gleichzeitig ist uns die eigene Zukunft erstaunlich fremd. Der Psychologe Hal Hershfield zeigt mit Hirnscans, dass wir an unser künftiges Ich ähnlich denken wie an eine fremde Person. Wer seine Zukunft dagegen konkret vor Augen hat, entscheidet weitsichtiger. Deshalb arbeitet ORA mit Formaten, die Zukunft greifbar machen und das Wissen aller im Raum nutzen. So wird aus einzelnen Annahmen ein geteiltes Bild. Und aus Ungewissheit ein Schritt, den ein Team gemeinsam geht.

Theoretischer Hintergrund

Etwa alle drei Sekunden denken wir an die Zukunft und treffen Annahmen darüber, wie sich die Dinge verändern werden. Diese Annahmen lenken unser Handeln im Hier und Jetzt. Obwohl es sich dabei nicht um belegte Fakten handelt, vertrauen wir ihnen fast blind. Bis alles anders kommt als gedacht.

Das Wetter checken, einen Produktlaunch planen, die Prognosen fürs nächste Jahr aufstellen, das nächste Meeting im Kalender: Das alles ist Zukunftsdenken, nur meist unbewusst und unstrukturiert.

Die Kognitionswissenschaft geht noch weiter: Laut dem Philosophen Andy Clark sagt unser Gehirn ständig voraus, was als Nächstes passiert. Wir nehmen vor allem wahr, was wir erwarten, und übersehen leicht, was nicht ins Bild passt.

Das wäre an sich kein Problem, wäre die Zukunft nicht so mächtig. Der Systemtheoretiker Robert Rosen zeigt in seiner Theorie der Antizipation: Unsere Annahmen über das Kommende beeinflussen Entscheidungen und Handeln heute stark, obwohl sie reine Gedankenkonstrukte sind.

Hinzu kommt: Viele Zukunftsbilder, die uns umgeben, ähneln sich erstaunlich. Viel Grün, Glasbauten, viel Technik. Oft prägen wenige laute Stimmen, was wir uns unter Zukunft vorstellen. Wer diese Bilder ungeprüft übernimmt, denkt in den Grenzen anderer. Wer eigene entwickelt, gewinnt Spielraum.

Denn die Zukunft ist noch nicht geschrieben. Sie ist ständig in Bewegung, nie ganz vorhersehbar, eher ein Möglichkeitsraum als ein fixer Punkt. Das Modell des Future Cone zeigt das: mögliche, wahrscheinliche, wünschenswerte und alternative Zukünfte nebeneinander. Wie weit sich dieser Raum öffnet, hängt an unserer Vorstellungskraft, als Menschen und als Unternehmen.

Genau hier setzt ORA an. Annahmen sichtbar zu machen ist der erste Schritt. Riel Miller beschreibt mit Futures Literacy die Fähigkeit, Zukunft bewusst als Werkzeug zu nutzen: Annahmen erkennen, erweitern und daraus neue Fragen an die Gegenwart stellen. Doch Erkenntnis allein verändert noch kein Unternehmen.

Der Ökonom Frank Knight unterschied schon 1921 zwischen Risiko, das sich berechnen lässt, und echter Ungewissheit, die sich jeder Berechnung entzieht. Für Letztere braucht es eine andere Logik. Saras Sarasvathy hat sie bei erfahrenen Unternehmer:innen beobachtet und Effectuation genannt: Sie starten mit dem, was sie haben, wissen und kennen. Und sie lassen die Richtung im Tun entstehen.

Bleibt der Mensch. Eine Studie des University College London zeigt: Unser Stress steigt mit der Ungewissheit. Am meisten belastet uns nicht das Unangenehme selbst, sondern nicht zu wissen, ob es kommt. Gleichzeitig ist uns die eigene Zukunft erstaunlich fremd. Der Psychologe Hal Hershfield zeigt mit Hirnscans, dass wir an unser künftiges Ich ähnlich denken wie an eine fremde Person. Wer seine Zukunft dagegen konkret vor Augen hat, entscheidet weitsichtiger. Deshalb arbeitet ORA mit Formaten, die Zukunft greifbar machen und das Wissen aller im Raum nutzen. So wird aus einzelnen Annahmen ein geteiltes Bild. Und aus Ungewissheit ein Schritt, den ein Team gemeinsam geht.

Konzepte & Literatur, mit denen wir arbeiten

  • Anticipatory SystemsRosen, R. (1985)
  • Surfing Uncertainty (2016) / The Experience Machine (2023)Clark, A.
  • A generic foresight process framework (Future Cone)Voros, J. (2003)
  • Transforming the Future. Anticipation in the 21st Century, UNESCOMiller, R. (Hg.) (2018)
  • Risk, Uncertainty and ProfitKnight, F. (1921)
  • EffectuationSarasvathy, S. (2008)
  • Your Future SelfHershfield, H. (2023)

Bewegt ihr euch mit Zukunft oder lasst ihr euch von ihr überraschen?

Schreibt uns, und wir schauen, was die Zukunft bringt